
Auf der Stralsunder VOLKSWERFT wurde erstmals seit Übernahme der ehemaligen MV Werften durch die Hansestadt Stralsund ein Schiff vollständig neu gebaut. Die Taufe der ersten Pioneer Yacht markiert einen weiteren wichtigen Meilenstein in der Entwicklung des maritimen Industrie- und Gewerbeparks.
Pioneer Yachts ist seit Anfang 2025 Pächterin einer Produktionshalle auf dem Werftgelände. Dort entstand innerhalb von gut einem Jahr der erste Neubau – komplett solarbetrieben, eine 100 % solar-elektrische Yacht, entwickelt und gebaut in Stralsund.
Die Taufe übernahm die Tochter von Unternehmensgründer und Geschäftsführer Mike Frank.
„Für uns als Hansestadt Stralsund ist dieser Moment weit mehr als die Fertigstellung eines Schiffes. Er steht für den erfolgreichen Wandel unserer Volkswerft in einen modernen Standort der maritimen Wirtschaft und zeigt, dass unser Konzept aufgeht“, sagte Oberbürgermeister Alexander Badrow anlässlich der Taufe.
Seit dem Erwerb der rund 34 Hektar großen VOLKSWERFT entwickelt die Hansestadt das Areal Schritt für Schritt zu einem maritimen Industrie- und Gewerbepark. Rund 25 Unternehmen haben sich inzwischen hier angesiedelt. Das Spektrum reicht von Schiffsreparatur über Stahl- und Maschinenbau bis hin zu innovativen maritimen Technologien. Mit Hallen, Schiffslift, Schwerlastflächen, Kaianlagen und direktem Wasserzugang bietet der Standort hervorragende Voraussetzungen für maritime Unternehmen.
Mit Pioneer Yachts kommt nun ein weiteres Geschäftsfeld hinzu: der Bau hochwertiger Katamarane. Das Unternehmen verbindet modernes Design mit deutscher Ingenieurskunst, italienischer Designkompetenz und innovativer Energietechnologie sowie handwerklicher Präzision.
Oberbürgermeister Alexander Badrow freut sich: „Heute ist ein besonderer Tag für Stralsund: Mit dem Yachtbau, sowohl von Pioneer als auch später von Dörries – etabliert sich ein weiteres Standbein auf der Volkswerft. Der Industriepark stellt sich in der maritimen Wirtschaft breit auf, vernetzt Kompetenzen, vermeidet somit das Klumpenrisiko und profitiert von den Synergien der Gewerbetreibenden untereinander. Dazu gehören sowohl die Reparatur als auch der Neubau von Schiffen sowie Schiffssegmenten. Und ab sofort auch von Yachten. Feiert ein Unternehmen eine Taufe, feiert der Rest der Volkswerftfamilie mit.
Als Eigentümerin und Verpächterin haben wir alles dafür getan, dass Pioneer Yachts auf unserem Werftgelände beste Bedingungen vorfindet. Das Ergebnis zeigt, was entstehen kann, wenn Unternehmen investieren, Fachkräfte ihr Können einbringen und wir als Stadt die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. Die Taufe ist ein Gewinn für den Wirtschaftsstandort Stralsund, denn sie macht Mut für weitere Ansiedlungen und damit Wertschöpfung.“
Mit der ersten Pioneer Yacht knüpft die VOLKSWERFT an ihre lange Schiffbautradition seit 1948 an und richtet den Blick zugleich nach vorn. Das Projekt steht beispielhaft für die erfolgreiche Neuausrichtung des ehemaligen Werftgeländes und zeigt, dass auf der VOLKSWERFT wieder Zukunft gebaut wird.



Bereits im Dezember 2025 hatte Fassmer die Gründung eines neuen Standortes auf dem Gelände der Volkswerft öffentlich gemacht. Nun haben Oberbürgermeister Alexander Badrow sowie Harald Fassmer und Jan Oskar Henkel, beide Geschäftsführer der Fr. Fassmer GmbH & Co. KG, den dafür notwendigen Pachtvertrag unterzeichnet.
Die Crew der Volkswerft teilt das Gelände des Maritimen Industrie- und Gewerbeparks „Volkswerft Stralsund“ in Industriebereich und Technologiezentrum ein.
Das Bürogebäude am Werfthochhaus – Werftmitarbeitern als Gebäude 710 bekannt – hat eine eigene Zufahrt erhalten. Dort, wo früher Wache, Zaun und Schranke den Zugang zum Bürogebäude etwas umständlich gemacht haben, gilt nun: Durchfahrt frei!


Die Crew des maritimen Industrie- und Gewerbeparks öffnete Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Wolfgang Blank heute (21. Juli) Tür und Werfttor, damit er sich ein Bild von dem 34 Hektar großen Gelände im Eigentum der Hansestadt Stralsund machen konnte.
"Praxis mit Meerblick"
Heute Nachmittag hat der 73 Meter lange Tanker "Annika" mithilfe zweier Schlepper, an der Kaikante des maritimen Industrie- und Gewerbeparks Volkswerft festgemacht. Stralsunds Oberbürgermeister Alexander Badrow freut sich, dass der noch junge Pächter Strela Shiprepair so einen großen Auftrag buchstäblich an Land ziehen konnte: "Das spricht für die Expertise des Unternehmens und Vertrauender maritimen Wirtschaft in den Standort. Beides war ausschlaggebend für die Auftragsvergabe. Unser langfristiges Konzept für die Volkswerft geht auf. Die Instandsetzung der "Annika" ist ein weiterer Beleg dafür."
Das auf Schiffsreparaturen spezialisierte Unternehmen Strela Shiprepair spricht vom umfangreichsten Auftrag seit seinem Bestehen in Stralsunds maritimem Industrie- und Gewerbepark. So müssen die Haupt- und Hilfsmaschinen überholt werden, die Elektrik und Elektronik sowie die Inneneinrichtung im Achterbereich des Schiffes: Eigentlich wird es quasi ein Neubau im hinteren Teil, konstatiert Geschäftsführer Jan Tebbe-Simmendinger. Für solche komplexen Aufträge bietet die Stralsunder Volkswerft als schlagkräftige Funktionseinheit mit Schiffslift, Werfthallen und Aufstellflächen beste Bedingungen. Das sei einmalig in Europa, fügt Tebbe-Simmendinger an.
Im Oktober war der norddeutsche Tanker in der Mecklenburger Bucht in Brand geraten. Ziel ist, dass "Annika" spätestens Anfang Mai wieder in See stechen kann. Eine der größten Herausforderungen aus Sicht von Strela Shiprepair ist die Kommunikation. Es sind viele Subunternehmer, Gewerke und Prozesse zu koordinieren. Außerdem erwartet das Unternehmen noch einige für das Reparaturgeschäft typische Überraschungen in den kommenden Wochen. Aber Oberbürgermeister Badrow ist sich sicher, dass die Crew von Strela Shiprepair dabei das Ruder fest im Griff behalten wird.
Oberbürgermeister Alexander Badrow freut sich über das Engagement am Standort: "Ich danke allen Beteiligten fürs Anpacken! In nur drei Monaten ist hier Großartiges entstanden: Eine hochmoderne Kantinenküche trifft auf einen traditionsreichen Standort. Herzlichen Glückwunsch und maximale Erfolge!"


















Wir haben zwei freie Auszubildungsplätze

















































































